logo

EPOCHE NAPOLEON

von der Bastille bis Waterloo 1815

Dr. Sven Lange

Curriculum Vitae

Dr. Sven Lange wurde am 03.04.1967 in Bonn als Sohn des späteren Generals Werner Lange geboren. Nach dem Abitur im Jahre 1987 trat er als Offiziersanwärter in das Panzerbataillon 123 in Kümmersbruck in die Bundeswehr ein. Von 1990 bis 1994 studierte er Geschichtswissenschaft und Sozialwissenschaften an der Universität der Bundeswehr in Hamburg, wo er den Magister ablegte.

Zwischen 1994 und 2000 leistete Lange aktiven Truppendienst, zuletzt als Kompaniechef der 5. Kompanie im Panzerlehrbataillon 93 in Munster. Von 2000 bis 2002 absolvierte er den 43. Generalstabslehrgang des Heeres an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde.

Im Jahre 2001 promovierte er an der Universität der Bundeswehr Hamburg mit der Dissertation »Der Fahneneid. Die Geschichte der Schwurverpflichtung im deutschen Militär« zum Dr. phil. Die Arbeit erschien 2003 im Druck.

Von 2002 bis 2003 war Lange G3-Operation der Deutsch-Französischen Brigade und in dieser Funktion auch Angehöriger des SFOR-Kontingents auf dem westlichen Balkan. Im Anschluss absolvierte er von 2003 bis 2004 einen Master of Arts in National Security Affairs an der Naval Postgraduate School (NPS) in Monterey, Kalifornien. Von 2004 bis 2005 war er als Dezernent beim Deutschen Militärischen Vertreter im NATO-Militärausschuss und der EU/WEU in Brüssel eingesetzt.

Es folgten weitere hochrangige Verwendungen: Im Jahre 2006 wurde er Adjutant des Generalinspekteurs der Bundeswehr, General Wolfgang Schneiderhan, und 2008 Special Assistant des Supreme Allied Commander Transformation (SACT), General James N. Mattis, in Norfolk, Virginia. Von 2011 bis 2013 war er Referent im Planungsstab des Bundesministers der Verteidigung und in der Abteilung Politik des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg).

Im Jahre 2013 übernahm Lange die Leitung der Abteilung Bildung im Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) in Potsdam; zugleich war er Mitherausgeber der Zeitschrift Militärgeschichte. Von 2015 bis 2016 war er Resident Student am United States Army War College in Carlisle, Pennsylvania, wo er einen weiteren Masterabschluss erwarb. Danach wirkte er von 2016 bis 2017 als Leitdozent für Außen- und Sicherheitspolitik an der Führungsakademie der Bundeswehr und von 2017 bis 2021 als Referatsleiter Führung Streitkräfte III 3 im BMVg.

Im Juli 2021 wurde Lange als Oberst zum Kommandeur des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr ernannt. Seit März 2025 ist er im Dienstgrad Brigadegeneral als Direktor des NATO Advisory and Liaison Team (NALT) bei den Sicherheitskräften des Kosovo eingesetzt.

Langes Forschungsschwerpunkte sind die Theorie der Militärgeschichte und das Deutsche Kaiserreich 1871–1918.

Publikationsübersicht

  • Hans Delbück und der „Strategiestreit“. Kriegführung und Kriegsgeschichte in der Kontroverse 1879–1914. Rombach, Freiburg im Breisgau 1995 (Einzelschriften zur Militärgeschichte, Bd. 40). ISBN 3-7930-0771-5
  • Der Fahneneid. Die Geschichte der Schwurverpflichtung im deutschen Militär. Edition Temmen, Bremen 2003 (Schriftenreihe des Wissenschaftlichen Forums für Internationale Sicherheit, Bd. 19; zugleich Diss. phil. 2001, Universität der Bundeswehr Hamburg). ISBN 3-86108-365-5
  • Revolt against the West. A Comparison of the Current War on Terror with the Boxer Rebellion in 1900–01. Carola Hartmann Miles-Verlag, Berlin 2006. ISBN 978-3-937885-07-0
  • Rekrutenvereidigungen im Spiegel der deutschen Geschichte, in: Militärisches Zeremoniell in Deutschland, hrsg. von Hans Ehlert, Potsdam 2008 (Potsdamer Schriften zur Militärgeschichte, Bd. 6), S. 21–30
  • Hans Delbück: Der Kritiker der Kriegsgeschichte, in: Deutsche Militärhistoriker von Hans Delbück bis Andreas Hillgruber, hrsg. von Hans Ehlert, Potsdam 2010 (Potsdamer Schriften zur Militärgeschichte, Bd. 9), S. 9–20
  • Preußens asymmetrische Herausforderung – Preußische Politik und Armee am Vorabend der Schlacht von Jena und Auerstedt, in: Jena 1806: Vorgeschichte und Rezeption, hrsg. von Karl-Heinz Lutz und Marcus von Salisch, Potsdam 2009 (Potsdamer Schriften zur Militärgeschichte, Bd. 7), S. 15–31
  • Von Leuthen zum Schlieffenplan. Friderizianische Militärtradition im Kaiserreich, in: Wie Friedrich „der Große“ wurde. Eine kleine Geschichte des Siebenjährigen Krieges 1756 bis 1763, hrsg. von Eberhard Birk, Thorsten Loch und Peter Andreas Popp, Freiburg/Br. 2012, S. 267–272
  • Tradition für die Bundeswehr: Neue Aspekte einer alten Debatte (hrsg. gemeinsam mit Eberhard Birk und Winfried Heinemann). Carola Hartmann Miles-Verlag, Berlin 2012. ISBN 978-3-937885-60-5
  • „Der große Schritt vom Wissen zum Können“ – Die „applikatorische Methode“ in der amtlichen Kriegsgeschichtsschreibung des Kaiserreichs, in: Terra et Mars. Aspekte der Landes- und Militärgeschichte, Neumünster 2003, S. 218–239

Im Angebot von EPOCHE NAPOLEON veröffentlicht: