Guillaume Répin
* 26.08.1709 in Thouarcé
† 02.01.1794 in Angers

Guillaume Répin wurde am 26.09.1709 in Thouarcé im heutigen Departement Maine-et-Loire geboren. Er war das zweite Kind der Eheleute Renato Repin und Renata, geborene Gourdon. Über seine Jugendzeit ist nichts bekannt.
1728 trat der 19jährige junge Mann in das Priesterseminar von Angers ein um sich schließlich zum Priester weihen zu lassen. Von 1734 bis 1749 war er als Koadjutor der Kirche Giuliano di Angers berufen, wo er dem dortigen Pfarrer unterstützte. Schnell wurde er zum Pfarrer von Giuliano di Angers berufen. Aus seiner Amtszeit ist bekannt, dass er mehrmals die Kirche renovieren ließ. Ihm war es wichtig, dass die Kirche als Wohnstätte Gottes stets sauber und gastfreundlich hergerichtet war.
Während der Französischen Revolution gerieten katholische Priester in Bedrängnis. Mit der Verfassung von 1791 wurde auch die Zivilverfassung des Klerus festgeschrieben. Diese verlangte von den katholischen Priestern einen Eid auf die republikanische Verfassung zu leisten. Da durch diesen Eid die Stellung des Papstes als oberster Hirte in der Kirche in Frage gestellt wurde, verweigerten viele Priester denselben. Dies war gleichbedeutend mit zahlreichen Repressalien.
Répin gehörte zu katholischen Priestern, die den Eid auf die Zivilverfassung verweigerten und auch keine anderen Priester verriet. So wurde er am 10.02.1791 angeklagt. Er floh in seine Heimat nach Angers. Doch nach einigen Wochen in der Verborgenheit wurde er am 17.06.1792 schließlich verhaftet. Zu diesen Zeitpunkt war der Eid verweigernde Priester beinahe 82 Jahre alt. So war er schließlich der älteste Gefangene in der großen Arrestzelle von Angers, wo viele andere Eid verweigernde Kirchenleute saßen.
Als die Gefangenen Priester und Ordensleute am 14.08.1792 erneut den Eid auf die Zivilverfassung leisten sollten, geschah dies unter Androhung von Repressalien. Répin und die anderen katholischen Priester blieben standhaft.
Schließlich brachte man die alten und körperlich schwachen Priester in die Rossignolerie, so wurde das Kloster Schule der Brüder der christlichen Lehre genannt, dass in ein Gefängnis umfunktioniert wurde.
Im März erhoben sich die Bauern von Bas-Poitou und Anjou und begründeten damit die Aufstände der Vendée und bildeten die Große Katholische und Königliche Armee, die auch Erfolge gegen die französischen Revolutionsarmee erringen konnte. Schließlich wurde auch Angers eingenommen.
Am 17.06.1793 wurde das Kloster durch die Kämpfer der Vendée befreit und die Gefangenen entlassen. Doch auf Grund seines Alters und seiner Gesundheit konnte er seinen Befreiern nicht lange folgen. So versteckte er sich, in der Hoffnung den Soldaten der Revolutionstruppen zu entkommen.
Répin wurde am 24.12.1793 in Mauges erneut verhaftet und in Chalonnes-sur-Loire eingekerkert. Vor dem Revolutionstribunal in Angers wurde er verhört und schließlich angeklagt. Das Gericht verurteilten den Priester zum Tode durch die Guillotine am 01.01.1794. Das Urteil wurde am 02.01.1794 auf dem Place de Saint-Maurille vollstreckt. Mit ihm wurde auch Laurent Batard, Pfarrer von S. Marie in Chalonnes, hingerichtet.
Insgesamt kamen etwa 2.000 Priester, Ordensleute und auch Laien während der Verfolgungen im Gebiet von Angers ums Leben.
Bisher ist von diesen Opfern das Leben von 99 Männern und Frauen gründlich recherchiert worden, sodass die Kirche ihnen attestierte, Opfer des Hasses gegen den katholischen Glauben zu sein. Joseph Rumeau, der Bischof Angers leitete im Jahre 1905 den Seligsprechungsprozess für diese Glaubenszeugen ein. Es waren 12 Priester, drei Ordensschwestern und 84 Laien, von denen 80 Frauen, waren.
Es sollte fast 80 Jahre dauern, bis Papst Johannes Paul II. am 19.02.1984 die 99 Märtyrer im Petersdom in Rom selig sprach.
Guillaume Répin gilt als der Selige der Landgemeinden sowie der Hirten und Landarbeiter.
Normdaten
VIAF: 30969456
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