Heinrich XI. von Reuß-Greiz
* 18.03.1722 in Obergreiz
† 06.07.1800 in Obergreiz

Heinrich XI. Reuß zu Greiz wurde am 18.03.1722 in Obergreiz geboren. Er war ein Sohn des Grafen Heinrich II. Reuß zu Obergreiz (1696–1722) und dessen Gemahlin Gräfin Sophie Charlotte von Bothmer(1697–1748).
Bereits zu seinem ersten Geburtstag folgte er seinem Bruder Heinrich IX. Reuß zu Obergreiz, der im Alter von gerade einmal 5 Jahren verstarb, unter der Vormundschaft seines Onkels Heinrich XXIV. Reuß zu Köstritz (1692-1748) und Erdmann Heinrich Henckel von Donnersmarck (1681-1752), einen deutschen Erbauungsschriftsteller und Gutsbesitzer. Im Jahre 1743 übernahm Heinrich XI. von Reuß-Obergreiz die Regierungsgeschäfte für seine Grafschaft selbst in die Hand.
Nach dem Tod Heinrich III. Reuß zu Untergreiz erbte er die Herrschaften Untergreiz und Burgk und vereinigte so den Besitz der älteren Linie erneut in einer Linie Greiz.
Er ließ die Residenz in Greiz umbauen und ließ zwischen 1769 und 1779 die Sommerresidenz errichten und auch die Hofbibliothek geht auf den Grafen zurück.
Am 12.05.1778 nobilierte Kaiser Joseph II. Heinrich XI. zum Fürsten Reuß zu Greiz und dem Titel Hochgeboren, Älterer Linie souveräner Fürst Reuß, Graf und Herr von Plauen, Herr zu Greiz, Kranichfeld, Gera, Schleiz und Lobenstein. Die enge Verbindung des Fürsten Heinrich XI. mit dem Hause Habsburg ließ sich auch durch die Verleihung des Titels eines kaiserlichen Honorar Geheimen Rats und der Verleihung des Sankt Stephansordens dokumentieren.
Am 04. 04.1743 heiratete er in Köstritz Gräfin Konradine Reuß zu Köstritz, Tochter von Graf Heinrich XXIV. Reuß zu Köstritz (1681–1748) und dessen Ehefrau Maria Eleonore Emilia, geborene Freiin von Promnitz-Dittersbach (1688–1776). Sie starb am 02.02.1770 auf Schloss Burgk. Aus dieser Ehe stammten insgesamt 11 Kinder.
Die ersten beiden Kinder Heinrich XII. (1744-1745) und Amalie (1745-1748) starben bereits im Kindesalter. Sein Sohn Heinrich XIII. (1747-1817) ging die Ehe mit Wilhelmine Luise von Nassau-Weilburg (1765–1837) ein und trat die Nachfolge des Vaters an. Sein Sohn Heinrich XIV. (1749-1799) war Gesandter Österreichs am preußischen Hof und sein jüngerer Bruder Heinrich XV. (1751-1825) diente in der österreichischen Armee und schied im Jahre 1824 im Range eines Feldmarschalls aus dem Dienst.
Ohne das Trauerjahr abzuwarten ging Reuss am 25.10.1770 in Frankfurt am Main eine zweite Ehe mit Christine Albertine Katharina von Leiningen-Dagsburg-Falkenburg, Tochter von Graf Christian Karl Reinhard von Leiningen-Dagsburg-Falkenburg (1695–1766) und Katharina Polyxena, geborene Gräfin zu Solms-Rödelheim und Assenheim (1702–1765) ein. Diese Ehe blieb jedoch kinderlos.
Heinrich XI. Fürst Reuß zu Greiz starb nach mehr als 77 Jahren an der Spitze seines Fürstentums am 28.06.1800 im Oberschloss Greiz und wurde am 06.07.1800 in Greiz beigesetzt.