Bernhard Anton Romberg
* 06.03.1742 in Münster
† 14.12.1814 in Münster
Bernhard Anton Romberg wurde am 06.03.1742 in Münster im Raum des alten Hochstifts Münster geboren. Er war der Sohn des Musikers und ehemaligen Soldaten Balthasar Johannes Romberg (1710-1784). Er hatte einen jüngeren Bruder Gerhard Heinrich Romberg.
Mehrere Familienangehörige waren bereits mit der Musikwelt des Hochstifts Münster eng verbunden und gehörten der Hof- und Domkapelle an.
Romberg erhielt in seiner Jugend eine solide Ausbildung als Musiker und wurde besonders im Fagottspiel ausgebildet.
Er trat 1773 in die fürstbischöfliche Hofkapelle Münster ein, und erlangte schnell eine feste Position innerhalb der Kapelle. Er wurde als ein vortrefflicher Fagottist, dessen Technik und Klangqualität geschätzt waren, geachtet, wenngleich seine Kompositionen im Vergleich mit den Virtuosen seiner Verwandtschaft weniger Bedeutung erlangten.
So nahm der spätere Flötist Kaspar Fürstenau nach dem Tode seines Vaters Unterricht bei Bernhard Anton Romberg.
Als Fagottist war Bernhard Anton Romberg langfristig in Münster und im Umfeld der Hofkapelle tätig, zunächst in Münster selbst, später mit Bezug auf Münsterland und benachbarte Regionen.
Seine Rolle war eher institutionell – weniger international als jene seiner Cousins Andreas oder Bernhard Heinrich Romberg. Dennoch legte er den Grundstein der Musikerlinie, indem er die Instrumentalistentradition weitergab.
Er war unter anderem der Vater von Bernhard Heinrich Romberg (1767–1841).
Bernhard Anton Romberg starb am 14.12.1814 in Münster.
Seine Bedeutung liegt vor allem in der Etablierung der Musikerfamilie Romberg im Münsterland und der Weitergabe virtuoser Fähigkeiten an die nachfolgende Generation. Die Familie Romberg wurde durch seine Nachfahren international wirksam; er war damit ein wichtiger Ausgangspunkt.