logo

EPOCHE NAPOLEON

von der Bastille bis Waterloo 1815

Johann Nepomuk Wolfmayer

* 00.00.1768
† 00.00.1841

Das Leben des Beethoven-Freundes Johann Nepomuk Wolfmayer ist nicht gut dokumentiert.

Er wurde im Jahre 1768 geboren und siedelte sich in Wien an, wo er als Textil- und Tuchhändler seinen Lebensunterhalt verdiente. Informationen zu seinen Eltern sowie der familiären Herkunft sind bisher in der Forschung nicht nachgewiesen. Auch fehlen bisher Informationen über seine Ausbildungszeit. In der Literatur wird er häufig auch noch als Johann Wolfmayer oder auch Wolfmeier angeführt.

Er gehörte als erfolgreicher Unternehmer der Kaiserzeit zum gehobenen Bürgertum und bewegte sich sowohl in musischen Zirkeln als auch in den Wiener Salons. So konnte er durch sein Vermögen als Musik- und Kunstförderer in Wien auftreten.

Wolfmayers Bedeutung liegt insbesondere in der Freundschaft und Förderung Beethovens. Es war die Zeit nach den napoleonischen Kriegen, in denen sich das vermögende Bürgertum vermehrt auch als Förderer von Kunst und Musik etablierte.

So zählte er zu seinen Förderern seit der Ankunft in Wien. So soll er Beethoven gelegentlich Mäntel geschenkt haben – so eine Anekdote:

Wolfmayer überraschte Beethoven gelegentlich mit einem neuen Mantel, den er heimlich gegen einen alten in Beethovens Kleiderschrank austauschte.

Im Jahre 1824 wurde er auch als Zuhörer der Uraufführung der 9. Symphonie genannt.

Wolfmayer war als Widmungsempfänger einer bedeutenden Quartett-Komposition vorgesehen. So plante Beethoven ursprünglich, sein Streichquartett Op. 131 (1826) dem Freunde zu widmen, änderte aber die Widmung kurzfristig. Später widmete er das Streichquartett Op. 135 (F-Dur) 1826/27 dem Tuchfabrikanten.

Johann Nepomuk Wolfmayer starb im Jahre 1841, die genauen Umstände seiner letzten Lebensjahre sind nicht bekannt.