Lieden der Trennung
Joseph Heinrich Collin
Vom Meere trennt sich die Welle,
Und seufzet durch Blumen im Tal,
Und fühlet, gewiegt in der Quelle,
Gebannt in dem Brunnen nur Qual!
Es sehnt sich die Welle,
In lispelnder Quelle,
Im murmelnden Bache,
Im Brunnengemache
Zum Meer, von dem sie kam,
Aus dem sie Leben nahm,
Von dem, des Irrens matt und müde,
Sie süße Ruh verhofft und Friede.