Die Auferstehung an die Frau von König zu Augsburg
Laß mich, Beste, plag´ mich nicht!
Wem gelinget ein Gedicht,
Wenn man ihn mit Fackeln brennet,
Oder ihm die Brust durchtrennet? Ach! Du kennst mein Geschick;
Grimmiger Despotenblick,
Fanatismus, falsche Brüder,
Alles, Alles schlägt mich nieder. Sieh das schon gescheh´ne an,
Denk, was noch geschehen kann!
Sieh wie Wehen über Wehen
Deinen Freund entgegen gehen. Bin ich nicht der zweite Huß,
Der mit nächstem braten muß,
Und nach dessen Scheiterhaufen
Schon Lojola´s Söhne laufen? Ach! in so beklemmter Zeit
Flieht der Gott des Liedes weit:
Nur in einem frohen Busen
Wohnt er gerne mit den Musen. Dann, ja dann besing´ ich Dich,
Bester König, wenn Du mich
Wirst aus meinem Aschen sehen,
Gleich dem Phönix auferstehen.
Wem gelinget ein Gedicht,
Wenn man ihn mit Fackeln brennet,
Oder ihm die Brust durchtrennet? Ach! Du kennst mein Geschick;
Grimmiger Despotenblick,
Fanatismus, falsche Brüder,
Alles, Alles schlägt mich nieder. Sieh das schon gescheh´ne an,
Denk, was noch geschehen kann!
Sieh wie Wehen über Wehen
Deinen Freund entgegen gehen. Bin ich nicht der zweite Huß,
Der mit nächstem braten muß,
Und nach dessen Scheiterhaufen
Schon Lojola´s Söhne laufen? Ach! in so beklemmter Zeit
Flieht der Gott des Liedes weit:
Nur in einem frohen Busen
Wohnt er gerne mit den Musen. Dann, ja dann besing´ ich Dich,
Bester König, wenn Du mich
Wirst aus meinem Aschen sehen,
Gleich dem Phönix auferstehen.
[1] Zu der Zeit geschrieben, da ich von den Jesuiten und Mönchen an Augsburg wegen meiner Toleranzpredigt verfolgt wurde.