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EPOCHE NAPOLEON

von der Bastille bis Waterloo 1815

Die Auferstehung an die Frau von König zu Augsburg

[1]

Laß mich, Beste, plag´ mich nicht!
Wem gelinget ein Gedicht,
Wenn man ihn mit Fackeln brennet,
Oder ihm die Brust durchtrennet? Ach! Du kennst mein Geschick;
Grimmiger Despotenblick,
Fanatismus, falsche Brüder,
Alles, Alles schlägt mich nieder. Sieh das schon gescheh´ne an,
Denk, was noch geschehen kann!
Sieh wie Wehen über Wehen
Deinen Freund entgegen gehen. Bin ich nicht der zweite Huß,
Der mit nächstem braten muß,
Und nach dessen Scheiterhaufen
Schon Lojola´s Söhne laufen? Ach! in so beklemmter Zeit
Flieht der Gott des Liedes weit:
Nur in einem frohen Busen
Wohnt er gerne mit den Musen. Dann, ja dann besing´ ich Dich,
Bester König, wenn Du mich
Wirst aus meinem Aschen sehen,
Gleich dem Phönix auferstehen.

 

[1] Zu der Zeit geschrieben, da ich von den Jesuiten und Mönchen an Augsburg wegen meiner Toleranzpredigt verfolgt wurde.