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EPOCHE NAPOLEON

von der Bastille bis Waterloo 1815

Anton Romberg

* 00.00.1771 in Münster
† 00.00.1842 in Münster

Anton Romberg, geboren im Jahre 1771, war ein Angehöriger der weitverzweigten Musikerfamilie Romberg und gilt als Sohn des Fagottisten Bernhard Anton Romberg (1742–1814).  Er war Bruder des berühmten Cellisten Bernhard Heinrich Romberg (1767–1841). Er wuchs in einem ausgesprochen musikalischen Haushalt auf, in dem täglich musiziert und geübt wurde. Schon früh zeigte sich seine Begabung für Holzblasinstrumente, vor allem für das Fagott.

Anton Romberg erhielt seine musikalische Ausbildung vermutlich zunächst beim Vater und später durch Musiker der Münsterschen Hofkapelle. Er gehörte ab etwa 1790 zum festen Ensemble – zunächst als zweiter, später als erster Fagottist. Er war an den kirchlichen Festmusiken des Domes beteiligt und trat auch in den bürgerlichen Konzerten des »Collegium musicum« in Münster auf.

Er galt als verlässlicher Ensemblemusiker, bekannt für sein weiches, tonreines Spiel und für seine Fähigkeit, auch Continuo- und Orchesterstimmen zu übernehmen, wenn erforderlich.

In lokalen Zeitungen wird sein Name bis etwa 1835 im Zusammenhang mit Kirchenaufführungen erwähnt (u. a. Messen von Haydn und Mozart unter Leitung des Musikdirektors Gerhard Heinrich Romberg jun.).

Im Gegensatz zu seinen berühmteren Verwandten blieb Anton Romberg in der Heimatregion. Seine Rolle bestand darin, die Familienpräsenz in Münster aufrechtzuerhalten, während Andreas und Bernhard Heinrich Romberg als Virtuosen durch Europa reisten.

Anton Romberg starb 1842 in Münster und wurde auf dem alten Domfriedhof bestattet. Sein Grab ist heute nicht mehr erhalten.

Es existieren Familienunterlagen in der ULB Münster im Nachlass Romberg, Signatur Ms Romberg 14.

Er wird in der heutigen Forschung als Teil der „zweiten Generation“ innerhalb des Romberg-Netzwerks gesehen – als Musiker, der den Klangkörper in Münster bis zur Säkularisation 1803 und darüber hinaus stabilisierte.