Museumslandschaft Kassel steht exemplarisch für den aus dem Föderalismus gewachsenen kulturellen Reichtum Deutschlnds

Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat am (heutigen) Dienstag gemeinsam mit dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch die Landesausstellung "König Lustik!? - Jérôme Bonaparte und der Modellstaat Königreich Westphalen" in Kassel eröffnet.

Der Staatsminister betonte: »Die hessische Landesausstellung ›König Lustik!?‹ hat nationale Bedeutung und zugleich eine internationale Dimension. Als deutsch-französisches Kooperationsprojekt lenkt die Ausstellung den Blick nicht nur auf ein ganz besonderes Kapitel europäischer Geschichte. Sie beleuchtet zugleich umfassend die bis in unsere Zeit reichenden Auswirkungen eines damals einzigartigen Modellstaates moderner Prägung.«

Vor der Ausstellungseröffnung hatte Staatsminister Bernd Neumann auf Einladung seines hessischen Amtskollegen Udo Corts die Museen rund um die Kasseler Wilhelmshöhe besucht, um sich über die geplante Neuordnung der Museumslandschaft zu informieren. Dazu erklärte er: »Der Föderalismus ist die Wurzel des kulturellen Reichtums in Deutschland. Kassel, die alte Residenzstadt, ist dafür ein gutes Beispiel. Hier wird lebendig und verantwortungsbewusst mit dem vielfältigen kulturellen Erbe umgegangen. Mit der zukunftsorientierten Entscheidung Hessens, das Projekt der ›Museumslandschaft Kassel‹ aus dem Landesetat zu fördern, wird Kassel seinen verdienten Platz in einer Reihe mit den großen Museumskom-plexen wie Berlin, München oder auch Dresden einnehmen.«

Im Dezember 2007 wurde das »König-Lustik-Jahr« in Kasselmit einer temporären Umbenennung der Wilhelmshöhe in »Napoleonshöhe« eingeleitet. Höhepunkt des Jubiläums ist die jetzt eröffnete Ausstellung »König Lustik!? - Jérôme Bonaparte und der Modellstaat Königreich Westphalen« im Museum Fridericianum. Mit etwa 750 Objekten ist sie die erste Gesamtdarstellung des von 1807 bis 1813 bestehenden Königreichs Westphalen. Die Schau entstand in Kooperation von »Museumslandschaft Hessen Kassel«, Schloss Fontainebleau sowie der »Réunion des musées nationaux« und wird aus dem Etat des Kulturstaatsministers von der Kulturstiftung des Bundes mit 500.000 Euro unterstützt.