Rochus August zu Lynar
* 17.04.1773 in Lübbenau
† 01.08.1800 in Lübbenau
Rochus August zu Lynar wurde am 17.04.1773 als Sohn des Grafen Christian Ernst von Lynar und dessen Ehefrau Augusta Charlotte Luise von Pückler-Grodnitz geboren. Wenige Tage nach seinem 11. Geburtstag verstarb der Vater am 24.04.1784 auf dem Familienbesitz in Lübbenau.
Im Jahre 1796 erwarb Lynar die Standesherrschaft Lübbenau im Spreewald.
Am 13.05.1796 heiratete er die 19jährige Gräfin Auguste Charlotte von Schönberg in Hermsdorf bei Dresden. Die Ehe verlief nicht glücklich und am 01.08.1800 verstarb ihr Gatte bereits.
Da die Ehe unglücklich verlief entstanden schnell Gerüchte, dass die junge Gräfin Augusta Charlotte von Lynar ihren Mann mit einem frischen Kirchkuchen aus Liebe zu Napoléon Bonaparte vergiftet haben solle. Sie selbst widersprach diesem Gerücht nicht und da es nie entsprechende Ermittlungen gab hielt sich die Legende, dass Gräfin Lynar von einem Femegericht verurteilt wurde, eine Kette mit einem Strick zu tragen. Bei diesem vermeintlichen Strick handelte es sich jedoch um ein Geschenk des französischen Kaisers Napoléon.
Aus der Ehe stammten die Söhne Rochus Carl Graf zu Lynar (1797–1801) und Hermann Rochus Graf zu Lynar (1797-1878), der erbliches Mitglied des preußischen Herrenhauses war. Die Tochter Luise Alexandrine zu Lynar (1799-1804) verstarb bereits im Kindesalter. In zweiter Ehe heiratete Augusta Charlotte zu Lynar
Seine Gattin heiratete in zweiter Ehe Ferdinand Hans Ludolp von Kielmannsegge, der Gesandter Hannovers am sächsischen Hof war. Bereits 1809 trennte sich das Paar auf Grund politischer Differenzen, da der Graf entschiedener Gegner Napoléons war.