Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) bittet mit der neuen Jahreskarte 2008 wieder um Unterstützung beim Erhalt ihrer Gärten. Für zwölf Euro im Jahr können vor allem Spaziergänger aus Potsdam und Umgebung drei großartige Gartenkunstwerke erleben und sich für deren Pflege engagieren. Die ersten Käufer erwartet an diesem Wochenende im Besucherzentrum eine grüne Überraschung - solange der Vorrat reicht.
Erhältlich ist die Jahreskarte ab sofort im Besucherzentrum, in den Museumsshops in den Schlössern und beim Potsdam Tourismus Service sowie bei den Besucherbetreuern und in den Restaurants Kleines Schloss in Babelsberg und Drachenhaus in Sanssouci.
Mit der Präsentation der Jahreskarte 2008 zieht SPSG-Gartendirektor Dr. Michael Rohde auch eine erste Bilanz des Freiwilligen Parkeintritts in der bisherigen Saison 2007: "Wir registrieren eine deutlich Akzeptanz bei auswärtigen Besucherinnen und Besuchern. Wir müssen allerdings verstärkt darum werben, dass sich mehr Besucher aus der unmittelbaren Umgebung im Rahmen des Freiwilligen Parkeintritts an der Pflege der Potsdamer Parklandschaft beteiligen."
Prof. Dr. Sabine Kunst, Präsidentin der Universität Potsdam, hat sich sofort bereit erklärt, die Jahreskarte 2008 zu erwerben: "Ich freue mich, dass ich damit einen kleinen Beitrag zum Erhalt der Gartenanlagen und zur Restaurierung der Bauten leisten kann," begründete sie ihre Entscheidung. Für sie sei das Besondere an Potsdam die Offenheit der königlichen Parks gegenüber deren Besuchern und damit Nutzern. "In Potsdam wohnen heißt, mit, manchmal gar inmitten der Schlösser und Gärten zu leben und zu arbeiten. Für jeden Potsdamer sind vor allem die Parks zu einer lieb gewordenen Selbstverständlichkeit geworden und so tragen diese maßgeblich zur Lebensqualität in der ganzen Region bei. Dass dies für das Selbstverständnis und Ansehen Potsdams so bleiben sollte, ist unbestritten, verlangt aber auch von jedem Besucher und Nutzer ein hohes Maß an verantwortungsewusstem Umgang mit dem UNESCO-Welterbe. Wir möchten selbstverständlich gepflegte Parks, auf die wir stolz sein können und die zum täglichen Leben gehören."
Seit diesem Frühjahr bittet die SPSG auch in Babelsberg und im Neuen Garten um den Freiwilligen Parkeintritt. Dafür wurden jeweils drei Automaten in Babelsberg (Mühlentor, Haupteingang, Havelhaus, damit insgesamt fünf) und im Neuen Garten (Meierei, Albrechtstor, Gotische Bibliothek, damit insgesamt sieben) installiert; die Kosten pro Automat betragen rd. 2.800 Euro. An den Automaten erhalten Besucher für zwei Euro die "Dankeskarte" mit Hinweisen und einer Park-Kartographie. In Sanssouci stehen seit dem vergangenen Jahr zwölf Automaten, in Charlottenburg drei.